Führung 4.0 - Wie führt man heute?

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Setzt man sich mit dem Thema „Mitarbeiterführung“ auseinander, kommt man am Begriff „Führung 4.0“ nicht vorbei. Doch was bedeutet das eigentlich?

 

Führung 4.0 leitet sich vom Begriff „Industrie 4.0“ ab. Dieser beschreibt die vierte industrielle Revolution in Europa, die in den späten 1990er Jahren begann und bis heute anhält. Sie ist vor Allem durch die digitale Transformation geprägt.[1] Aufgrund vieler neuer Technologien hat sich auch die Arbeitswelt radikal verändert und braucht Führungskräfte, die ihren Stil und ihre Methoden an diese Veränderungen anpassen.

Mitarbeiter brauchen Führung, auch und gerade in der digitalen Welt, aber nicht die klassische hierarchische Struktur, sondern vielmehr eine Person, der sie folgen können, ein Impulsgeber, einer, der das Team zusammenhält und individuelle Fähigkeiten erkennt und fördert.

Wir müssen uns von dem Bild verabschieden, dass Führungskräfte alles (besser) wissen und alles entscheiden dürfen. Dadurch, dass nur die Chefetage Entscheidungen tätigt, sind Unternehmen oft viel zu langsam in der schnellen, vernetzten Welt. Zudem erwarten die jungen Mitarbeiter auch etwas anderes von ihren Arbeitgebern. Sie kennen die Welt nur vernetzt, sie sind es gewohnt, Wissen zu teilen und von anderen gemeinsam zu lernen. Sie wollen etwas bewegen, Einfluss nehmen und Entscheidungen treffen.

Die Führungskraft 4.0 muss also andere Fähigkeiten mitbringen:[2]

Sie sollte Orientierung geben und Werte vermitteln. Verantwortung muss delegiert werden, damit Entscheidungen schnell fallen können. Und diese Entscheidungen können besser von den Spezialisten im Team, als nur von dem Chef getätigt werden. Die Führungskraft verlässt sich auf ihre Mitarbeiter und vertraut ihnen, denn sie sind oft viel näher am Geschehen und wissen, was Kunden sich wünschen und was der Markt verlangt. Die Führungskraft muss das Team zusammenhalten und die Mitarbeiter motivieren, vor Allem, wenn diese an mehreren Orten verteilt sind oder im Homeoffice arbeiten. Persönliche Kommunikation ist da weiterhin sehr wichtig, gerade weil vieles nur noch digital erledigt wird. Hiermit ist nicht ein jährliches Feedback Gespräch gemeint, sondern vielmehr eine Tür, die immer offen ist, wenn Gesprächsbedarf besteht.

Abschließend sollte nicht vergessen werden, dass auch Führungskräfte Fehler machen. Auch sie sind nur Menschen und lernen immer dazu.

 

 

[1] Quelle: Führung 4.0 - moderne Führungsansätze (perwiss.de)

[2] Quelle: Führungskraft 4.0 – 11 Fähigkeiten eines echten Digital Leaders (espiridon.com)

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